Discotheken Berlin

Berlin ist mittlerweile mehr denn je eine Ausgehstadt, da die hiesige Club-Landschaft die letzten Jahre über weiter angewachsen ist, wobei die mit Abstand beliebteste Musikrichtung hierbei ununterbrochen Electro ist.

Die angesagtesten Clubs in Berlin glänzen aber nicht nur durch ihre hochfeinen Electrobeats, sondern auch ganz stark durch ihre Locations. Dabei findet man oft eine einzigartige Industrial-Atmosphäre vor, wie etwa im riesigen und akustisch phänomenalen “Berghain” in Friedrichshain oder im etwas schäbigen “Ritter Butzke” in Kreuzberg als auch noch im weniger bekannten “Arena Club” in Treptow. Wie es zu einer großen Sightseeing-Stadt gehört, gibt es aber auch Clubs, die eine große Portion Lokalkolorit versprühen. Das “Weekend” in Mitte am Alexanderplatz gelegen und in der 12. Etage befindlich sticht hier aufgrund seiner grandiosen Aussicht genauso heraus wie das direkt an der Spree in Kreuzberg ansässige “Watergate”. Darüber hinaus gibt es noch zwei gewissermaßen Kult-Clubs, die speziell Berliner Club-Geschichte geschrieben haben und schon allein deswegen mindestens einen Besuch wert sind, nämlich der “Tresor” und das “Cookies”, die jeweils in Mitte sind. Der “Tresor” war schließlich über Jahre einer der bekanntesten Techno-Clubs in Deutschland und das “Cookies” ist immer noch wegen seiner sehr erotisch aufgeladenen Partys legendär. Aber in Berlin gibt es auch noch trotz starker kommerzieller Verwestlichung kleine “Underground”-Überbleibsel der einstigen Wendezeitjahre: illegale Clubs ohne Lizenz. Die beiden bekanntesten sind hierbei die “Villa” in Friedrichshain, die sich in einem sehr ruinösen herrschaftlichen Gründerzeitgebäude befindet, und das “Picknick” in Mitte, dessen Location eine ehemalige Polizeistation ist.

Aber in der Berliner Club-Landschaft findet man natürlich neben Electro auch andere beliebte Musikstile wie etwa House oder klassische Rock- & Popmusik sowie Indie vor. Auch werden diese teilweise in einigen oben genannten Clubs neben Electro gespielt. Andere Clubs, die für ein facettenreicheres Musikangebot bzw. weniger “electrolastige” Musik bekannt sind und in Berlin auch sehr beliebt sind, sind das sehr auf Ostalgie ausgerichtete “Kaffee Burger”, das kitschige “White Trash” und der noch um einiges kitschigere “Bassy Cowboy Club” und das im Niemandsland gelegene “Tape” – die allesamt sich in Mitte in sehr sehenswerten Locations befinden.

Obwohl die Club-Landschaft in Berlin ganz klar sehr “electrolastig” ist und somit seiner großen Loveparade-Vergangenheit treu geblieben ist, findet jeglicher Ausgehfan hier auch einen Club nach seinem Musikgeschmack vor – der sich auch durch seine besondere Lokalität und somit Charme auszeichnet.